Ringelhechtling (Pseudepiplatys/Epiplatys anulatus DNZ)
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Beschreibung
Der Ringelhechtling (Pseudepiplatys/Epiplatys anulatus) ist ein winziger, oberflächenorientierter Killifisch aus Westafrika, der mit seiner kontrastreichen Streifenzeichnung und den farbigen Flossen ein besonderer Hingucker in Nano- und Gesellschaftsbecken ist. Durch seine zierliche Größe und das ruhige Wesen eignet er sich ideal für liebevoll eingerichtete, dicht bepflanzte Aquarien.
Herkunft und Erscheinungsbild
Ringelhechtlinge bewohnen kleine, langsam fließende oder stehende Gewässer, Sümpfe und Überschwemmungsgebiete in Westafrika. Sie bleiben mit etwa 3–4 cm Länge sehr klein, besitzen einen schlanken, hechtartigen Körperbau und zeigen eine markante Querbänderung; vor allem die Männchen fallen durch intensivere Farben und verlängerte Flossenstrahlen auf.
Haltung und Wasserwerte
Für die Haltung des Ringelhechtlings eignet sich bereits ein kleines, gut strukturiertes Aquarium mit feinem Bodengrund, dichter Randbepflanzung und vielen Schwimmpflanzen. Da die Tiere bevorzugt die oberen Wasserschichten nutzen, sind eine gute Bepflanzung der Oberfläche und eine möglichst sanfte Strömung wichtig.
Ringelhechtlinge fühlen sich in weichem bis mittelhartem Wasser mit leicht saurem bis neutralem pH-Wert und Temperaturen von etwa 22–26 °C besonders wohl. Eine sorgfältige Abdeckung ist unbedingt notwendig, da die Tiere sehr gute Springer sind und schnell aus offenen Becken entweichen können.
Sozialverhalten und Vergesellschaftung
Der Ringelhechtling ist ein friedlicher, lebhafter Kleinfisch, der in einer Gruppe mit mehreren Männchen und Weibchen gepflegt werden sollte. In der Gruppe zeigen die Tiere ein spannendes Balz- und Sozialverhalten, ohne sich gegenseitig ernsthaft zu bedrängen.
Eine Vergesellschaftung mit anderen kleinbleibenden, ruhigen Arten ist gut möglich, solange diese die Tiere an der Oberfläche nicht bedrängen und das Futterangebot nicht zu aggressiv verteidigen. Ideal sind beispielsweise Zwerggarnelen, kleine Welse oder sehr friedliche Nano-Fische mit ähnlichen Ansprüchen.
Ernährung
In der Natur ernähren sich Ringelhechtlinge überwiegend von kleinen Insekten und anderem Kleinstlebendfutter an der Wasseroberfläche. Im Aquarium nehmen sie feines Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops oder kleine Mückenlarven sehr gerne an.
Hochwertiges, feinkörniges Trockenfutter wird in der Regel ebenfalls akzeptiert, sollte aber durch abwechslungsreiches Frost- und Lebendfutter ergänzt werden. Eine vielfältige Ernährung sorgt für kräftige Farben, gesundes Wachstum und eine hohe Vitalität.
Zucht
Die Zucht des Ringelhechtlings gelingt am besten in einem separaten, dicht bepflanzten Zuchtbecken mit ruhigem Wasser und feinen Pflanzen als Laichsubstrat. Die Eier werden bevorzugt im oberen bis mittleren Bereich in feines Moos oder Pflanzenbüschel abgelegt.
Nach dem Ablaichen können die Elterntiere entfernt werden, um die Verluste durch Laich- oder Jungenfraß zu minimieren. Die Jungfische werden zunächst mit sehr feinem Staubfutter oder Infusorien gefüttert und können später auf frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien umgestellt werden, was ein zügiges und gesundes Wachstum unterstützt.
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