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Datum: 22.02.2024
Autor: Axel Oldemeier
Artemia Frostfutter

Frostfutter für Aquarienfische

Frostfutter ist wahrscheinlich die einfachste Art, deine Fische naturnah und abwechslungsreich zu füttern. Dabei handelt es sich um gefrorene Kleinstlebewesen. Also neben Lebendfutter das wohl natürlichste Futtermittel. Im Gegensatz zu Lebendfutter kannst du es bequem mehrere Monate lagern und immer wieder ein Stück auftauen, wenn du es brauchst. Wir empfehlen generell, dass Frost- und Lebendfutter über 75% der Futtermenge für deine Tiere ausmachen sollte. Das gilt natürlich nicht für Fische, die sich rein pflanzlich oder sehr speziell ernähren. Die restlichen 25% solltest du mit anderen Futtermitteln auffüllen. Doch Angaben dazu findest du selbstverständlich bei jeder Fischart direkt. Nachfolgend möchten wir dir die gängigsten Frostfuttersorten vorstellen. Natürlich findest du alle bei uns im Shop.

Bei uns wird übrigens jedes Frostfutter in einer optimalen Frostfutterverpackung geliefert. So stellen wir sicher, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird und das Haltbarkeitsdatum bestehen bleibt. Außerdem bleiben so natürlich sämtliche guten Inhaltsstoffe der Futtertiere erhalten. Deshalb solltest du aufgetautes Frostfutter auch nicht wieder einfrieren. Das zerstört die Nahrhaftigkeit und bringt deinen Tieren anschließend keinen Mehrwert mehr.

Welche Frostfuttersorten gibt es?

Wie erwähnt handelt es sich in den meisten Fällen um Klein- und Kleinstlebewesen. Diese werden schockgefrostet und verpackt. Man unterscheidet sortenreine Futtermittel und Futtermischungen. Wir möchten dir die gängigsten Frostfuttersorten vorstellen.

  • Artemia Salina (Salzwasserkrebse): Sehr proteinreiches Futter für kleine und mittelgroße Fische. Als sog. "Nauplien" - also frisch geschlüpfte Artemia - auch für Jungfische und Nanofische geeignet. Du kannst Artemia sehr gut mit Zuchtansätzen auch zu Hause züchten als ständige Lebendfutterquelle. Sie sog. Urzeitkrebschen sind nur wenige Millimeter groß und haben eine leicht zu knackende Schale. Sie enthalten Ballaststoffe und sehr viel vom natürlichen, wertvollen Farbstoff Astaxanthin. Für eine bessere Farbenpracht bei deinen Fischen.
  • Cyclops (Hüpferlinge): Diese Copepoden werden nur bis zu 2 Millimeter groß und sind daher optimal für Jungfische und kleine Fische. Cyclops sind ein sehr beliebtes Futter in der Aquaristik und werden nahezu von allen omnivoren und carnivoren Fischen gern gefressen. Ähnlich wie Artemia enthalten auch sie einen natürlichen Farbstoff, nämlich Carotinoide.
  • Daphnia pulex (Wasserflöhe, Daphnien): Sie erreichen eine Größe von 3 bis 5 Millimeter und sind für mittelgroße Fische optimal. Auch wenn sie ins Maul kleinerer Fische passen, haben diese oft Probleme mit dem eher harten Chitinpanzer der Wasserflöhe. Diese Futtertiere liefern eine große Menge Ballaststoffe und sind proteinarm. Damit sind Daphnien ein perfektes Diätfutter.
  • Gammarus (Bachflohkrebse): Die kleinen Krebse können bis 10 mm groß werden und sind daher schon etwas für größere Zierfische. Sie sind sehr proteinreich. Außerdem enthalten Gammarus Mineralstoffe und die Farbstoffe Astaxanthin und Carotin.
  • Mysis, Krill & Garnelen: Eine sehr gute Proteinquelle und enthalten viele verdauungsrelevante Ballaststoffe. Ebenfalls sind wieder Mineralien und Carotinoide enthalten. Je nach Größe der Futtertiere sind Krill oder Mysis vom kleinen Salmler bis hin zum Buntbarsch gerne gesehen. Ein sehr gutes, beliebtes Futter.
  • Mückenlarven: Seit Jahrzehnten sind rote Mückenlarvenweiße Mückenlarven und schwarze Mückenlarven ein beliebtes Futter in der Aquaristik. Sie sind sehr nahrhaft und proteinreich. Rote und schwarze Mückenlarven sinken ab, während weiße in der Regel oben schwimmen. So kannst du Fische in verschiedenen Wasserzonen versorgen. Die Larven enthalten ungesättigte Fettsäuren und sind leicht verdaulich.
  • Stinte: Gefrorene Mini-Fische zwischen 3 und 5 Zentimetern Größe. Stinte sind das optimale Futter für große Aquarienbewohner.
  • Rogen (Fischeier): Sehr proteinreich und beliebt bei fast allen Fischarten. Enthalten viel Eiweiß und sind daher auch für die Aufzucht gut geeignet. Durch seine Größe von nur 1 - 2 mm wird Rogen auch von kleinen Fischen gern genommen.
  • Tubifex (Bachröhrenwürmer): Die dünnen Würmer werden bis zu 8 cm lang und werden in der Regel von allen Zierfischen gierig gefressen. Tubifex ist sehr nahrhaft und fettreich, enthält aber wenig Ballast- und Mineralstoffe.

Eine Frostfutter-Auswahl

5 von 5
Rote Mückenlarven New Line 100g Blister
2,99 €*

Inhalt: 100 g (29,90 €* / 1000 g)

Wasserflöhe - Daphnia - NewLine - 100g Blister
1,99 €*

Inhalt: 100 g (19,90 €* / 1000 g)

Schwebegarnelen - Mysis - NewLine - 100g Blister
1,99 €*

Inhalt: 100 g (19,90 €* / 1000 g)

Rädertiere - Rotifers - NewLine - 100g Blister
1,99 €*

Inhalt: 100 g (19,90 €* / 1000 g)

Salinenkrebse - Artemia- NewLine - 100g Blister
1,99 €*

Inhalt: 100 g (19,90 €* / 1000 g)

Rutos Blister Krill fein Pacifica 100g
2,29 €*

Inhalt: 0.1 kg (22,90 €* / 1 kg)

Rutos Blister Krill groß Superba ganz 100g
2,39 €*

Inhalt: 0.1 kg (23,90 €* / 1 kg)

5 von 5
Rutos Blister Mückenlarven weiß 100g
2,99 €*

Inhalt: 0.1 kg (29,90 €* / 1 kg)

Herstellung und Lagerung

Heute wird das Frostfutter durch den Prozess des sogenannten Schockfrostens hergestellt. Hierbei werden die Futtertiere innerhalb weniger Minuten auf Temperaturen von -18°C bis -20°C heruntergekühlt. Es wird darauf geachtet, dass die Mischung nur minimal Wasser enthält, da eine geringere Wassermenge die Qualität des Frostfutters erhöht. Die tiefgefrorene Masse wird entweder zu glatten Formen oder zu den sogenannten „Schokotafeln“ geformt, um eine einfachere Dosierung zu ermöglichen. Durch das Schockfrosten bleiben die meisten Nährstoffe und Vitamine in den Futtertieren erhalten, wodurch der Nährwert des Frostfutters im Durchschnitt bei 75 Prozent des Nährwerts von Lebendfutter liegt. Bei der Lagerung des Frostfutters muss berücksichtigt werden, dass die Verwesungsprozesse durch die Tiefkühlung nicht gestoppt, sondern lediglich verlangsamt werden. Daher haben alle Futtermittel aus der Tiefkühltruhe ein Verfallsdatum, üblicherweise zwischen einem Jahr und anderthalb Jahren, das unbedingt eingehalten werden muss. Für verantwortungsbewusste Aquarianer bedeutet dies, beim Kauf im Voraus abzuschätzen, wie viel Futter bis zum Verfallsdatum verbraucht werden kann. Während ein paar Wochen darüber hinaus kein Problem darstellen, kann Frostfutter, dessen Verfallsdatum um Monate überschritten ist, für Zierfische zu einer tödlichen Gefahr werden.

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Zur absoluten Grundausstattung im Aquarium gehören Artemia (Salzkrebschen), rote, weiße und schwarze Mückenlarven sowie Daphnien (Wasserflöhe). Mit diesen Sorten lässt sich die große Mehrheit aller fleisch- und allesfressenden Zierfische ausgewogen, gesund und naturnah ernähren.

Die Sorten stammen von unterschiedlichen Mückenarten und erfüllen verschiedene Zwecke im Aquarium:

  • Rote Mückenlarven: Sie sind extrem nährstoff- und fettreich. Wegen ihrer ballaststoffarmen Natur und potenzieller Schadstoffbelastung sollten sie jedoch nur in Maßen gefüttert werden. Manche empfindlichen Fische (wie pflanzenfressende Buntbarsche) vertragen sie gar nicht.
  • Weiße Mückenlarven: Sie haben ein geringes Eigengewicht und treiben im Wasser leicht auf. Das macht sie zum perfekten Futter für Oberflächenfische wie Beilbäuche, Fadenfische oder Halbschnabelhechte.
  • Schwarze Mückenlarven: Sie zeichnen sich durch einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren aus. In der Aquaristik werden sie traditionell genutzt, um die Laichbereitschaft und den Paarungstrieb der Fische anzukurbeln.
  • Ja, das ist dringend ratsam. Das Auftauen in einem feinen Artemia- oder Teesieb und das anschließende Abspülen unter kaltem Leitungswasser entfernt das belastete Auftauwasser. In diesem Wasser konzentrieren sich beim Frostprozess Phosphat und organische Abfallstoffe. Würdest du den gefrorenen Würfel direkt ins Aquarium geben, führt das langfristig zu einer starken Belastung des Aquarienwassers und begünstigt lästiges Algenwachstum.

    Biologisch gesehen steht hochwertiges Frostfutter dem Lebendfutter in fast nichts nach. Durch das moderne Schockfrosten direkt nach dem Fang bleiben wichtige Vitamine, Mineralien und Nährstoffe nahezu vollständig konserviert. Der einzige Unterschied ist der fehlende Jagdreiz, da sich das Futter im Wasser nicht mehr eigenständig bewegt. Dafür bietet Frostfutter den unschlagbaren Vorteil, dass es praktisch keimfrei gelagert werden kann und keine Krankheitserreger ins Becken einschleppt.

    Für kleine Fischmäuler, Nano-Fische oder heranwachsende Jungfische sind klassische Mückenlarven schlicht zu groß. Hier greift man am besten auf Mikro-Frostfutter zurück. Dazu zählen Cyclops (Hüpferlinge), Bosmiden, Moina (eine kleinere Wasserfloh-Art) oder frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Diese Sorten sind winzig klein, sinken nur sehr langsam ab und können von kleinen Fischen mühelos bewältigt werden.

    Ja, im Fachhandel gibt es spezielle Frostfutter-Mischungen für pflanzenfressende (herbivore) Aquarienbewohner. Diese Blends bestehen zu einem großen Anteil aus Spirulina-Algen, Spinat oder Salat, gepaart mit einem minimalen Anteil an tierischen Proteinen zur ausgewogenen Versorgung. Solche Sorten sind ideal für ostafrikanische Buntbarsche (wie die Mbunas aus dem Malawisee) oder pflanzenfressende Harnischwelse.

    Bei einer konstant tiefen Temperatur im Gefrierschrank von mindestens -18 °C ist Frostfutter problemlos 1 bis 2 Jahre haltbar. Verdorbenes Futter oder Ware, bei der die Kühlkette unterbrochen wurde, erkennst du an folgenden Warnzeichen: Ein deutlich fauliger, strenger Geruch nach dem Auftauen, eine auffällig graue oder matschig-braune Verfärbung der Larven sowie extrem viel Gefrierbrand (Eiskristalle) innerhalb der Blisterpackung. Solches Futter sollte nicht mehr verfüttert werden.

    Datum

    22. Februar 2024