Zebrastreifenschmerle (Botia histrionica)
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Botia histrionica: Zebrastreifenschmerle kaufen bei Zierfische-Direkt
Wenn du diese Schmerle im Aquarium siehst, fällt sofort ihre kontrastreiche Zeichnung auf. Die Zebrastreifenschmerle zeigt ein helles Grundkleid mit dunklen, zebraartigen Bändern, die je nach Tier unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Zusammen mit ihrem lebhaften Gruppenverhalten macht sie sich besonders gut in größeren, gut strukturierten Aquarien.Die Haltung von Botia histrionica ist gut möglich, wenn das Aquarium sauber, sauerstoffreich und abwechslungsreich eingerichtet ist. Wichtig sind eine Gruppe von mehreren Tieren, feiner Bodengrund, viele Verstecke und ausreichend Schwimmraum im unteren Beckenbereich.
Faktencheck
Level
für Anfänger mit etwas Erfahrung geeignet
Herkunft
Asien
Temperatur
24 - 28 °C
Haltung
Gruppe
Zebrastreifenschmerle: Alle Infos zu Futter, Haltung & Co.
Botia histrionica stammt aus klaren Flüssen und Bächen in Indien und Myanmar. Dort lebt die Art vor allem in gut durchströmten, sauerstoffreichen Gewässern mit sandigem bis feinkiesigem Untergrund. Zwischen Steinen, Wurzeln, Pflanzenbeständen und anderen natürlichen Strukturen findet sie Schutz und sucht am Boden nach Futter.Im Aquarium sollte diese Umgebung möglichst gut nachgebildet werden. Ein feiner, nicht scharfkantiger Bodengrund ist besonders wichtig, da die Tiere mit ihren Barteln den Boden absuchen und dabei nicht verletzt werden sollten. Wurzeln, Steine, Höhlen, Röhren und robuste Pflanzen bieten Verstecke und helfen der Gruppe, sich im Becken zu verteilen.
Botia histrionica erreicht im Aquarium meist etwa 10-13 cm, einzelne Angaben nennen auch Größen bis etwa 14 cm. Der Körper ist schmerlentypisch langgestreckt, leicht seitlich abgeflacht und wirkt durch die klare Schwarz-Weiß-Zeichnung besonders markant. Auf heller Grundfarbe liegen breite, dunkle Querbänder, die über Kopf, Rücken und Flanken verlaufen. Dadurch entsteht ein zebraartiges Muster, das je nach Alter und Tier etwas unterschiedlich ausfallen kann.
Auffällig sind außerdem die Barteln im Maulbereich, mit denen die Tiere den Bodengrund, Futterreste und kleine Spalten absuchen. Die Flossen sind eher transparent bis leicht grau gefärbt, wodurch das kontrastreiche Körpermuster noch stärker im Vordergrund steht. Im Handel wird diese Art gelegentlich auch als Burma-Prachtschmerle oder Histronicaschmerle angeboten.
Ähnliche Schmerlenarten sind die Schachbrettschmerle und die Netzschmerle. Die Schachbrettschmerle bleibt meist kleiner und zeigt ein feineres, schachbrettartiges Muster, während die Netzschmerle eine netzartige, stärker verzweigte Zeichnung besitzt. Die Zebrastreifenschmerle wirkt dagegen insgesamt kräftiger gebändert und ist an den breiten, zebraähnlichen Querstreifen gut zu erkennen.
Die Geschlechtsunterschiede sind bei dieser Art äußerlich nur schwer sicher zu erkennen. Ausgewachsene Weibchen können etwas kräftiger und fülliger wirken, besonders wenn sie gut im Futter stehen. Männchen bleiben oft etwas schlanker. Eine zuverlässige Unterscheidung ist im normalen Verkaufs- oder Haltungsstadium jedoch meist nicht möglich.
Die Nachzucht im heimischen Aquarium gilt als sehr schwierig und wird nur selten beschrieben. Wie viele Prachtschmerlen gehört auch Botia histrionica nicht zu den Arten, die sich im normalen Gesellschaftsaquarium regelmäßig vermehren. Die im Handel erhältlichen Tiere stammen daher meist aus professionellen Nachzuchten oder aus kontrollierten Importen.
Optimale Wasserwerte zur Haltung
Damit sich Botia histrionica wohlfühlt, sollte das Wasser sauber, sauerstoffreich und stabil sein. Eine Temperatur von etwa 24-28 °C ist gut geeignet. Der pH-Wert kann ungefähr zwischen 6,0 und 7,5 liegen, die Gesamthärte etwa im Bereich von 5-15 °dGH, teils werden auch etwas höhere Werte vertragen.Wichtig sind vor allem eine gute Filterleistung, regelmäßige Wasserwechsel und eine leichte bis moderate Strömung. Diese Schmerlen stammen aus klaren, bewegten Gewässern und reagieren langfristig empfindlich auf schlechte Wasserqualität. Ein gut eingefahrenes Aquarium mit stabilen Bedingungen ist daher deutlich besser geeignet als ein frisch eingerichtetes Becken.
Haltungsbedingungen, Aquarieneinrichtung, Vergesellschaftung
Für die dauerhafte Haltung empfehlen wir ein Aquarium ab etwa 100 cm Kantenlänge beziehungsweise ab ca. 160-200 Litern. Da es sich um einen ausgeprägten Gruppenfisch handelt, sollten mindestens 5 Tiere gepflegt werden, besser eine etwas größere Gruppe, wenn das Aquarium ausreichend Platz bietet. Einzeln oder zu zweit gehaltene Tiere zeigen ihr natürliches Sozialverhalten nicht vollständig und können scheuer oder gestresster wirken.Das Aquarium sollte viele Verstecke bieten, aber gleichzeitig genügend freie Bodenfläche lassen. Besonders gut eignen sich Steinaufbauten, Wurzeln, Tonröhren, Höhlen und dichte Pflanzengruppen im Hintergrund. Robuste Pflanzen können problemlos eingesetzt werden und werden häufig als Deckung oder Ruheplatz genutzt. Wichtig ist, dass alle Aufbauten sicher stehen, da die Tiere gerne am Boden suchen und sich zwischen Dekorationen hindurchbewegen.
In der Gruppe zeigen die Tiere ein spannendes Sozialverhalten mit kurzen Jagereien, Rangordnungsklärungen und gemeinsamen Ruhephasen. Dieses Verhalten ist normal und bleibt in einem gut strukturierten Aquarium meist harmlos. Zur Vergesellschaftung eignen sich friedliche, nicht zu kleine und nicht zu langsame Fische mit ähnlichen Wasseransprüchen. Gut passen zum Beispiel Bärblinge und Barben mit ähnlichen Ansprüchen. Möglich wären unter anderem der Leopardbärbling, der klassische Zebrabärbling oder auch Odessabarben. Auch robuste Salmler oder andere friedliche Arten des mittleren und oberen Schwimmbereichs können gut funktionieren.
Nicht ideal sind sehr kleine Garnelen, Zwergkrebse, große Krebse oder sehr empfindliche Bodenbewohner. Auch Schnecken können je nach Größe und Situation angeknabbert oder gefressen werden, da Schmerlen gerne Wirbellose fressen. Die Zebrastreifenschmerle selbst ist gegenüber passenden Fischen meist friedlich, aber lebhaft und neugierig.
Artgerechte Fütterung
In der Natur ernährt sich Botia histrionica überwiegend von kleinen Wirbellosen, Insektenlarven, Würmern und anderer tierischer Kost, die am Boden aufgespürt wird. Im Aquarium ist sie ein unkomplizierter Fresser, sollte aber abwechslungsreich und bodenorientiert ernährt werden.Geeignet sind sinkende Futtertabletten, Soft-Granulat, Frostfutter und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Tubifex oder kleine Würmer. Auch hochwertiges Trockenfutter wird meist gut angenommen. Pflanzliche Ergänzungen können gelegentlich angeboten werden, der Schwerpunkt der Ernährung darf aber klar auf proteinreicher, tierischer Kost liegen. Mehrere kleine Futtergaben sind besser als seltene große Mengen, damit auch alle Tiere der Gruppe ausreichend Futter bekommen.
Steckbrief
Wissenschaftlicher Name
Botia histrionica
Umgangssprachlicher Name
Zebrastreifenschmerle
Synonyme
Burma-Prachtschmerle, Histronicaschmerle
Alter
bis etwa 10-15 Jahre möglich
Größe
meist 10 - 13 cm, teils bis ca. 14 cm
Beckengröße
ab 100 cm Kantenlänge, ca. 160-200 l
Wassertemperatur
24 - 28 °C
Wasserhärte
weich bis mittelhart, ca. GH 5-15
pH-Wert
6,0 - 7,5
Futter
überwiegend tierische Kost, Frostfutter, Lebendfutter, sinkende Tabs und Granulat
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