Schokoladengurami (Sphaerichtys osphromenoides)
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Sphaerichthys osphromenoides: Schokoladengurami kaufen bei Zierfische-Direkt
Wenn du Sphaerichthys osphromenoides siehst, weckt er sofort Interesse: seine tiefe schokoladenbraune Färbung, die hellen Querstreifen und das sanfte, fast scheue Wesen machen ihn zu einem besonderen Blickfang. Der Schokoladengurami ist kein Fisch, der laut und auffällig sein will, sondern eher einer, der sein Umfeld braucht, um sich sicher zu fühlen – ein ruhiger, eleganter Bewohner fürs Aquarium.Die Haltung dieser Labyrinthfische ist nicht ganz einfach, er gehört eher in erfahrene Hände als ins Anfänger-Becken. Das liegt vor allem an den nötigen Wasserwerten. Mit stabilem Setup, guter Pflege und geeigneten Bedingungen kann er sich aber sehr gut entwickeln.
Es gibt übrigens noch einen weiteren Schoko-Gurami, den roten Schokoladengurami (Sphaerichthys vaillanti). Dabei handelt es sich umeine eigenständige Art und keine Farbform.
Faktencheck
Schokoladengurami: Alle Infos zu Futter, Haltung & Co.
Sphaerichthys osphromenoides lebt in Südostasien, genauer auf der malaiischen Halbinsel, in Sumatra und in Teilen von Borneo. Diese Gebiete sind tropisch und von Regenwäldern geprägt, oft mit dichten Baumkronen, die wenig Licht auf den Wasserladen durchlassen. Sein Habitat sind langsam fließende Bäche, Schwarzwasser-Flüsse und Moorwälder oder Torfseen, teils auch Gewässer mit viel Laubfall und Totholz. Es ist oft Wasser mit vielen Huminstoffen, dunkelfärbig durch zersetztes organisches Material, also Torffeuer, Blättern, Wurzeln. Die Flussufer und Sumpfgebiete haben kaum Strömung und sind stark bewachsen; viele Baumwurzeln, herabgefallenes Laub bieten Verstecke. In manchen Trockenzeiten können Populationen auch in isolierten Wasserlöchern überdauern, die wenig Sauerstoff haben. Denn der Schokoladengurami kann durch sein Labyrinthorgan an der Oberfläche Luft holen und so Zeiten mit niedriger Sauerstoffkonzentration überstehen.Diese Art hat einen seitlich stark zusammengedrückten und hochrückigen Körperbau. Die Grundfarbe ist tief schokoladenbraun bis oliv-braun, manchmal mit dunkleren Netzmusterungen durch dunklere Ränder der Schuppen. Quer über den Flanken verlaufen helle, fast creme-gelbe bis leicht goldene Bänder oder Streifen, die das Gesamtbild auflockern. Die Flossen sind meist dunkelbraun, manchmal leicht rötlich oder mit einem gelblichen Rand, insbesondere die Rücken- und Afterflosse bei manchen Männchen. Die Rücken- und Afterflossen sind beim Männchen etwas spitzer bzw. zugespitzter geformt, bei Weibchen oft etwas runder. Die Schwanzflosse (caudale) ist eher abgerundet oder leicht gerundet, aber nicht stark tief eingeschnitten. Ein weiteres Merkmal sind die großen, gelblichen Augen und der kleine, spitze Maulbereich. Die maximale Körpergröße von Sphaerichthys osphromenoides liegt bei ca. 6 cm.
Die Geschlechtsunterschiede sind nicht sehr leicht erkennbar in der Jugend; nur im ausgewachsenen Zustand und besonders während der Fortpflanzungszeit zeigen sich Unterschiede. Männchen haben meist etwas ausgezogenere Rücken- und Afterflossenränder, manchmal einen hellen oder gelblichen Saum an diesen Flossen. Weibchen sind tendenziell runder im Bauchbereich und haben manchmal einen abgerundeten Hinterrand bei Flossen, zusätzlich wird der Unterkiefer beim Weibchen während der Maulbrut etwas ausgeprägter.
Die Zucht von Sphaerichthys osphromenoides ist möglich, aber gehört zu den anspruchsvolleren Projekten. Die Balz beginnt oft, wenn ein Paar gut eingewöhnt ist, mit langsamen Annäherungen und manchmal Farbintensivierung, vor allem bei Weibchen. Weibchen und Männchen können sich Bodenstellen suchen, allerdings werden die Eier nach dem Legen vom Weibchen aufgenommen und im Maul gepflegt (materielle Maulbrüter). Während der Maulbrut frisst das Weibchen nicht oder nur sehr wenig. Die Brutdauer liegt bei etwa 10-14 Tagen, manchmal etwas länger, bis die Jungfische freischwimmen. Wichtig ist, dass das Becken vor der Zucht sehr sauber ist, mit wenig Nährstoffbelastung und stabilem, weichem, saurem Wasser. Auch Futter zur Konditionierung, z. B. Lebend- und Frostfutter, ist entscheidend, damit Weibchen und Männchen befähigt sind, gesunde Eier zu legen und die Brutzeit durchzuhalten.
Optimale Wasserwerte zur Haltung
Damit ein Schokoladengurami sich wohlfühlt, müssen bestimmte Wasserwerte eingehalten werden. Das Wasser sollte sehr weich sein, also eine geringe Gesamthärte (GH) und geringe Karbonathärte (KH). Die Werte für GH liegen idealerweise zwischen 1 und etwa 4, für KH ähnlich niedrig, oft zwischen 1 und etwa 2. Das Wasser muss sauer sein, der niedrige pH-Wert liegt optimal meist zwischen 5,0 und 6,5. Die Temperatur sollte konstant etwa 24-28 °C betragen, gelegentlich werden auch Werte bis 30 °C toleriert, doch Hitze kann stressend sein.Da S. osphromenoides aus Schwarzwasser-Habitaten stammt, sind Huminstoffe (z. B. durch Torf, Laub oder spezialisierte Wasseraufbereiter wie Humin BioPro) für eine naturnahe Färbung und für das Wohlbefinden förderlich. Diese Pflanzenstoffe geben dem Wasser die typische bräunliche Tönung und helfen, das Umfeld zu imitieren.
Haltungsbedingungen, Aquarieneinrichtung, Vergesellschaftung
Ein Schokoladengurami hält man am besten nicht allein, sondern in kleinen Gruppen von 4-8 Tieren, damit sie Sozialkontakte haben und sich sicher fühlen. Für ein solches kleines Schwarmverhalten solltest du ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge oder etwa 60-100 Liter einsetzen, besser etwas größer, wenn viele Pflanzen und Einrichtungsgegenstände drin sind. Ein Gesellschaftsbecken kann funktionieren, aber nur mit sehr ruhigen, friedlichen Mitbewohnern, die ähnliche Wasserwertansprüche haben und die Scheu der Sphaerichthys osphromenoides respektieren. Für einen Artenbecken oder Biotop-Becken ist er besonders geeignet, da dann die Umweltbedingungen optimal nachgebildet werden können und Konkurrenz oder Stress minimiert werden.Das Aquarium sollte dicht bepflanzt sein, mit vielen Versteckmöglichkeiten wie Wurzeln, Wurzelholz, Ästen und auch Blattstreu oder Laub, damit Schatten und Rückzug möglich sind. Schwimmpflanzen und auch normale Aquariumpflanzen sind wichtig, da diese Schatten spenden und das Licht dämpfen – das beruhigt den Schokoladengurami. Vor allem den Hintergrund und die Seiten solltest du bepflanzen. Javafarn, Cryptocorynen oder andere südostasiatische Pflanzen eignen sich perfekt.
Große Wurzeln und Wurzelholzstücke helfen, denn sie bieten Verstecke, strukturieren das Becken und setzen Huminsäuren frei, die zum Schwarzwassercharakter beitragen. Ein Fluss-Biotop-Becken oder ein Schwarzwasser-Biotop ist ideal.
Die Beleuchtung sollte gedämpft sein, kein grelles Licht. Filterung sollte sanft sein und nur wenig Strömung liefern.
Zur Vergesellschaftung sind kleine, friedliche Fische am besten geeignet. Diese sollten ebenfalls weiches, saures Wasser bevorzugen und sich nicht durch schnelle, nervöse Aktionen hervortun. Gut geeignet sind kleine Panzerwelse oder ruhige Bärblinge.
Artgerechte Fütterung
In der Natur ernährt sich Sphaerichthys osphromenoides überwiegend von kleinen Wasserinsekten, Insektenlarven, mikroskopischen Krebstieren und Zooplankton. Auch Detritus, Algen und Mikroorganismen, die sich auf Blättern oder Boden befinden, werden aufgenommen. Die Art ist es gewohnt, nach lebendiger Nahrung suchen zu müssen. Im Aquarium ist es wichtig, abwechslungsreich zu füttern. Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Daphnien, Mückenlarven etc. sollten regelmäßig gegeben werden, denn Flockenfutter allein wird oft abgelehnt oder nicht ausreichend. Mehrere kleinere Fütterungen pro Tag sind besser als eine große, damit das Wasser nicht belastet wird und die Tiere genug Energie bekommen.Steckbrief
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