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Rotbart-Tannenzapfenwels – Pseudorinelepsis pellegrini (L 095)
Der Rotbart-Tannenzapfenwels (Pseudorinelepsis pellegrini L095), auch unter dem Namen Tannenzapfenwels bekannt, gehört zur Familie der Harnischwelse (Loricariidae) und zählt zu den beeindruckendsten Arten dieser Gruppe. Er stammt aus den tropischen Gewässern Südamerikas, insbesondere aus den Flusssystemen Brasiliens, wo er in weichen bis mittelharten, klaren oder leicht bräunlichen Gewässern vorkommt.
Aussehen
Der L095 fällt durch seine auffällige, tannenzapfenähnliche Panzerung aus dicken Knochenplatten auf, die ihm seinen deutschen Namen eingebracht hat. Besonders charakteristisch sind die orange bis rötlich gefärbten Barteln und Flossen, die dem Tier seine populäre Bezeichnung „Rotbart“ verleihen. Erwachsene Tiere können eine Länge von bis zu 45–50 cm erreichen, wodurch sie zu den größeren Harnischwelsen zählen.
Haltung im Aquarium
Für die Pflege des Rotbart-Tannenzapfenwelses ist ein großes Aquarium mit einem Volumen von mindestens 500 Litern erforderlich. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand bestehen, ergänzt durch reichlich Wurzeln, Steine und Höhlen, die dem Tier Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten bieten. Eine gute Filterung und Sauerstoffversorgung sind essenziell, da diese Art sauberes und sauerstoffreiches Wasser bevorzugt. Sie hält sich überwiegend im unteren Bereich des Aquariums auf und ist überwiegend nachtaktiv.
Wasserwerte
Der L095 fühlt sich bei Temperaturen zwischen 25 und 30 °C wohl. Der pH-Wert sollte im leicht sauren bis neutralen Bereich liegen (5,5–7,5), die Gesamthärte kann zwischen 0 und 20 °dGH betragen. Eine schwache Strömung unterstützt das natürliche Verhalten dieser Art. Pflanzen sind nicht zwingend erforderlich, können aber als zusätzliche Deckung genutzt werden.
Ernährung
In der Natur ernährt sich der Rotbart-Tannenzapfenwels vorwiegend herbivor, also pflanzlich. Im Aquarium nimmt er sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung an (Omnivor). Geeignet sind Algen, Gemüse, Holz zum Abraspeln sowie handelsübliches Trocken-, Frost- und Lebendfutter. Wichtig ist, dass ihm weiches Holz kontinuierlich zur Verfügung steht, da dieses für die Verdauung und Zahnpflege eine Rolle spielt.
Sozialverhalten
Jungtiere können in Gruppen gehalten werden, während ausgewachsene Exemplare eher einzeln oder paarweise gepflegt werden sollten. Die Art gilt als friedlich und kann gut mit ruhigen, großwüchsigen Arten vergesellschaftet werden. Aggressives Verhalten gegenüber anderen Fischen ist selten.
Zucht
Die Nachzucht des Rotbart-Tannenzapfenwelses ist im Aquarium bisher nicht erfolgreich gelungen. In der Natur gelten sie als Höhlenbrüter, wobei die Eier an der Decke von Verstecken abgelegt werden. Über die Ei- und Larvenentwicklung ist bislang wenig bekannt.
Besonderheiten
Pseudorinelepsis-Arten besitzen eine reduzierte Schwimmblase, weshalb sie gelegentlich Luft schlucken, um das Gleichgewicht im Wasser zu halten. Typisch für diese Art ist auch das gelegentliche Schwimmen auf dem Rücken – ein völlig normales, arttypisches Verhalten.
Fazit
Der Rotbart-Tannenzapfenwels ist ein außergewöhnlicher und attraktiver Großwels, der erfahrenen Aquarianern viel Freude bereitet. Mit seiner robusten Erscheinung, seinem friedlichen Charakter und den intensiven Farbakzenten zählt er zu den Highlights in großen Südamerika-Aquarien.
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